Monastic medicine

Neben der Armenfürsorge und der Seelenfürsorge war auch die Krankenfürsorge ein Teil der Arbeit von Klöstern unabhängig von Orden und Geschlecht. Dies lässt sich relativ früh schon fest legen. In der Benediktsregel geht schon eine Krankenfürsorge einher. Wenn auch in erster Linie für die Konventmitglieder.

Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen: man soll ihnen so dienen, als wären sie wirklich Christus; hat er doch gesagt: “Ich war krank, und ihr habt mich besucht” und “Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.”

Die Regel des heiligen Benedikt – Absatz Die kranken Brüder

Aufgrund dessen enwtickelten sich die Klöster zu einem Anlaufpunkt wenn es um Krankheiten geht.

In dem idealisierten Klosterplan von St. Gallen ist ein Bereich für die Krankenpflege vorgesehen. Da in dieser Zeit Arzt und Apotheker noch zusammen gefasst waren, gab es dementsprechend ein Ärztehaus neben dem Hospital, welches auch zeitgleich die Apotheke beinhaltete.

Auch gibt es hierzu möglicherweise Hinweise dass ganze Städtenamen daher kommen. Seligenstadt ist ein Beispiel. Hier ist ein Benediktinerkloster, welches im Zusammenhang mit Karl dem Großen entstand, vielmehr dessen Berater Einhard. Am Main gelegen an einer Handelsstraße zwischen Augsburg, Nürnberg und Frankfurt. Um 825 gegründet entstand dort ein Benediktinerkloster mit kompleten Hospitaltrakt. Diese Stadt hieß im Anfang “obermulinheim” (Obermühlheim). Irgendwann tauchte dann die Urform Saligunstadt auf. Stätte des Heils, Stätte des Segens. Daraus entwickelte sich der Name Seligenstadt heute. Die Klosteranlage ist aus dem Barock (nahezu komplett erhalten). Durch die Säkularisierung ist die innere Gebäudestruktur verändert worden. Allerdings sind die Gebäudestrukturen für geübte Augen noch heute erkennbar.

Einen Haken hatte die ganze Sache allerdings. Chirurgie war den Klöstern weitesgehends untersagt (Ausnahmen gab es). Deshalb waren die Klöster (geschlechterunabhängig) hauptsächlich in der Medizinverabreichung und der Krankenpflege tätig.

Die berühmteste Vertreterin der Klostermedizin ist Hildegard von Bingen. Den Namen kennt jede/jeder der/die mit Medizin im Mittelalter in Berührung kommt. Sie ist aber in der Medizingeschichte nicht diejenige die die Töne angibt. Da sind Schriften aus dem Kloster Lorsch und Salerno die maßgeblich sind.

Auch andere Namen wie Thomas von Aquin, Meister Eckhardt und Albertus Magnus sind auch in der Medizin vorhanden. Sie thematisieren vereinfacht dargestellt, dass Krankheiten von Gott gewollt sind, um den Menschen zu strafen. Das ganze muss man aber differenziert darstellen. An diesem Punkt arbeite ich allerdings noch.

Die Herren verstanden sich allerdings auch gut darin, Frauen als Minderwertig zu kennzeichnen, weswegen ich manchmal mit angewidertem Gedanken das weiterlese. An dieser Stelle möchte ich klar stellen, der Unterschied zwischen Mann und Frau ist da. Allerdings sind beide Geschlechter gleichwertig.

Faszit: Die Klostermedizin existiert in Auszügen bis heute und wird bis heute angewandt. In der Phytopharmaka hat das alles seine Berechtigung. Allerdings lindert sie nur Symptome, und heilt nicht ganz die Krankheiten. Das muss der Körper dann doch selbst tun.